Hallo, ich bin Ilka Hannig.
Schon immer wusste ich ziemlich genau, was ich will und was nicht. Ich habe nie gezögert, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, wenn es notwendig war. Manchmal stoße ich damit auf Unverständnis, manchmal auf Widerstand – aber ich bin nun mal so. Ich bin ich. Und was ich definitiv nicht kann: aufgeben.
Mein Leben war nie so richtig „Schublade-kompatibel“. Schon als Kind hatte ich meinen eigenen Kopf, meinen eigenen Weg und meinen eigenen Rhythmus. Wenn mir jemand sagte: „Das geht nicht“, dann habe ich eher die Herausforderung darin gesehen, genau das Gegenteil zu beweisen. Diese Haltung hat mich bis heute begleitet – durch meine Schulzeit, meine Ausbildungen und mein ganzes Berufsleben.
Viele Jahre habe ich mich ehrenamtlich in der E-Mailberatung für Kinder und Jugendliche engagiert. Diese Arbeit hat mir unglaublich viel gegeben, denn ich konnte zuhören, unterstützen und oft auch Hoffnung schenken. Leider musste ich diese Tätigkeit in letzter Zeit ruhen lassen, weil es organisatorisch mit meinen persönlichen Assistenten nicht mehr funktionierte. Das war für mich schwer, denn es fühlte sich ein bisschen an, als würde mir ein wichtiger Teil meines Alltags fehlen. Aber auch hier gilt: Aufgeben ist keine Option.
Vielleicht ist genau diese Haltung der Grund, warum ich jetzt mit so viel Energie an meiner Notfall-Assistenz-App arbeite. Ich habe selbst erfahren, wie schwierig es ist, in Notlagen schnelle und verlässliche Unterstützung zu finden. Und anstatt mich über die Situation zu ärgern, habe ich beschlossen, selbst eine Lösung zu schaffen.
Die Idee der Notfall-Assistenz-App entstand nicht aus einer Laune heraus, sondern aus dem echten Bedürfnis, etwas zu verbessern. Ich möchte nicht nur mir selbst, sondern auch vielen anderen Menschen helfen, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Und ich weiß, dass es ein weiter Weg ist – mit vielen Hürden und auch mit Gegenwind.
Was mir dabei besonders wichtig ist: Ich möchte zeigen, dass Inklusion mehr ist als nur ein theoretisches Konzept. Sie kann ganz praktisch gelebt werden, wenn man den Mut hat, neue Wege zu gehen. Natürlich weiß ich, dass es dafür auch politische Unterstützung braucht. Deshalb scheue ich mich nicht, auch mal hoch hinauszugreifen, sei es durch E-Mails an den Bürgermeister oder durch das Vernetzen mit Menschen, die etwas bewegen können.
Ja, ich bin vielleicht ein bisschen unbequem. Ich hinterfrage, ich denke anders, und wenn ich überzeugt bin, dass etwas richtig ist, dann stehe ich dafür ein – komme, was wolle. Ich glaube daran, dass genau diese Mischung aus Entschlossenheit und Hartnäckigkeit dazu führen kann, dass meine App irgendwann einen echten Unterschied macht.
Ich freue mich über jeden Austausch, jede Idee und jede Form der Unterstützung. Und wer weiß, vielleicht schwimmen wir gemeinsam gegen den Strom und machen daraus eine richtig starke Bewegung.
Alles Liebe,
Ilka
