Hallo,
heute war ein intensiver Tag. Einer von denen, an denen ich merke, dass sich etwas bewegt. Ich habe unzählige E-Mails verschickt – an Pflegeeinrichtungen, Assistenzdienste, Behindertenverbände, Krankenkassen, Sozialträger, politische Akteure. Immer mit demselben Ziel: Menschen zu erreichen, die meine Notfall-Assistenz-App unterstützen könnten.
Zwischendurch habe ich mich durch Fördermöglichkeiten gewühlt, recherchiert, welche Programme in Frage kommen könnten, ob es Stipendien oder Finanzierungsmodelle gibt, die mein Projekt voranbringen könnten. Ich habe mich mit Social Economy Berlin in Verbindung gesetzt, um eine Beratung zu erhalten. Ein kleiner Schritt, aber vielleicht ein entscheidender.
Was mich besonders gefreut hat, war der Austausch mit neuen Menschen. In einer Telegram-Gruppe für Assistenz und das persönliche Budget habe ich mich vernetzt, Feedback eingeholt, Gespräche geführt. Diese Gespräche sind so wertvoll – nicht nur, weil sie meine Idee weiterbringen, sondern weil sie mir zeigen, dass ich nicht alleine bin. Dass es andere gibt, die sehen, was fehlt, die verstehen, warum diese App so dringend gebraucht wird.
All das musste natürlich dokumentiert werden. Ich habe Listen erstellt, Kontakte strukturiert, überlegt, wie es weitergeht. Die nächsten Schritte sind klar: auf Rückmeldungen warten, weitere Fördermöglichkeiten ausloten, Gespräche mit Organisationen und Politikern planen. Und natürlich an der technischen Umsetzung weiterarbeiten.
Es war ein produktiver Tag, aber mein Kopf war nicht nur bei der Arbeit. Ich war lange spazieren, weil mich die Wahl in Deutschland nicht loslässt. Das Ergebnis lässt mich nachdenken, es macht mir Sorgen. Ich frage mich, wohin das führt, was es bedeutet – für uns alle, aber auch für Menschen mit Behinderungen, für soziale Projekte, für Inklusion. Ich finde es bedenklich, wie sich die Dinge entwickeln, und ich hoffe, dass wir als Gesellschaft wachsam bleiben.
Trotz all dieser Gedanken fühlt sich heute nach Fortschritt an. Nach einem Tag, an dem ich etwas getan habe, das zählt. Und das gibt mir Kraft für morgen.
Alles Liebe,
Ilka
